Zu viele Wolken am Urlaubshimmel?

Kein noch so guter Reiseveranstalter kann Ihnen 24 Stunden Sonnenschein garantieren. Aber vertraglich vereinbarte Leistungen sind Ihr gutes Recht. Annullierte oder stark verspätete Flüge, ein überbuchtes Hotel oder Baulärm müssen Sie genauso wenig hinnehmen wie nachträgliche Reisepreiserhöhungen. Aber auch ein Reiserücktritt kann zum Problem werden und rechtliche Beratung erfordern, wenn beispielsweise die Versicherung nicht zahlen will. Dabei können in verschiedenen Bereichen sowohl nationale Reiserechte als auch europäische Vorschriften oder internationale Verträge und Vereinbarungen von Bedeutung sein. Wir kennen uns in dieser umfassenden Materie aus und helfen Ihnen, auf möglichst schnellem Weg zu Ihrem Recht zu kommen. 

Ihr Ansprechpartner im Bereich Reiserecht:

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Familienrecht

angehender Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Aktuelle Urteile im Bereich Reiserecht:

Ein Reiseveranstalter hat keinen Anspruch auf Entschädigung gegen einen Kunden, der seine Reise in Folge der Corona-Pandemie storniert hat. Vielmehr muss er den Reisepreis komplett erstatten. Dies hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden.
Urteil vom 07.07.2022
Ein Reiseveranstalter kann im Fall der Reisestornierung keine Entschädigung verlangen, wenn unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände die Reisedurchführung erheblich beeinträchtigen. Ob eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist, ist prognostisch zu beurteilen. Ausreichend ist eine erhebliche Eintrittswahrscheinlichkeit (20-25%). Das im März 2020 unbekannte und berechenbare Pandemiegeschehen ermöglichte keine belastbaren Prognosen, so dass eine Wahrscheinlichkeit von 50:50 bestand. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat deshalb den Entschädigungs­anspruch des Reiseveranstalters nach Stornierung abgelehnt.
Urteil vom 30.06.2022
Die 22. Berufungs­zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf hat am 11. April 2022 entschieden, dass ein Flug, der um mehr als eine Stunde nach vorn verlegt wird, als annuliert gilt. Damit kann der Fluggast von der Fluggesellschaft Entschädigung verlangen. Das gilt selbst dann, wenn der Fluggast den Flug in Anspruch nimmt.
Urteil vom 11.04.2022
Verbrennt sich ein Fluggast an einer heißen Suppe, so haftet dafür nicht die Fluggesellschaft. Denn dem Fluggast ist in diesem Fall ein die Haftung ausschließendes erhebliches Mitverschulden anzulasten. Dies hat das Landgericht Köln entschieden.
Urteil vom 25.05.2021