Manches Erbe sorgt für Streit.

Wem und wie man sein Vermögen hinterlassen will, ist zuallererst einmal eine ganz persönliche Entscheidung. Aber: Es gibt auch rechtliche Vorgaben zur Erbfolge, Fragen zur Haftung bei Nachlassverbindlichkeiten, komplizierte Rechtsverhältnisse der Erben untereinander, Auskunftsansprüche der Erben, steuerliche Aspekte, problematische Konstellationen bei Vermögen im Ausland und vieles andere mehr. 
Kurz gesagt, ist vererben oder erben nicht das Einfachste und kann zu erheblichen Konflikten führen. Mit einem Testament oder Erbvertrag und fachlich kompetentem Rechtsbeistand in Erbschaftssachen lässt sich Streit vermeiden. 

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Aktuelle Urteile im Bereich Erbrecht / Erbauseinandersetzungen:

Kümmert sich ein Sohn um die Bankangelegenheiten seiner Mutter, ist er nach deren Tod den Miterben gegenüber nicht in jedem Fall zur Rechnungslegung über die vorgenommenen Geschäfte verpflichtet. Dies entschied das Oberlandesgerichts Braunschweig.
Urteil vom 28.04.2021
Die Steuerbefreiung nach § 13 Abs. 1 Nr. 4 c) ErbStG tritt nicht ein, wenn erst 18 Monate nach Tod des Erblassers das geerbte Familienheim bezogen wird. In diesem Fall liegt kein unverzüglicher Bezug im Sinne der Vorschrift vor. Dies hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden.
Urteil vom 10.03.2021
Veräußert der Erbe das Familienheim innerhalb von zehn Jahren, entfällt die Erbschaftsteuer­befreiung auch dann, wenn der Auszug auf ärztlichen Rat hin aufgrund einer Depressions­­erkrankung erfolgt. Dies hat das Finanzgerichts Münster entschieden.
Urteil vom 10.12.2020
Steht männlichen Erben nach einer ausländischen Rechtsvorschrift ein doppelt so hoher Anteil am Nachlass zu als weiblichen Erben, so kommt diese Vorschrift in Deutschland gemäß Art. 6 EGBGB wegen geschlechts­bezogener Diskriminierung (Art. 3 Abs. 2 GG) nicht zur Anwendung. Dies gilt aber nur dann, wenn der Erbfall einen Inlandsbezug aufweist. Dies ist zu bejahen, wenn sich die wesentlichen Nachlasswerte in Deutschland befinden. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
Beschluss vom 08.12.2020